
Was sind die wichtigsten EHEDG-Anforderungen für hygienische Stellfüße in der Lebensmittelindustrie?
In der modernen Lebensmittelproduktion, Pharmazie und chemischen Industrie steht die Hygiene an oberster Stelle. Maschinen und Anlagen müssen so konstruiert sein, dass sie keine Angriffsflächen für Mikroorganismen bieten. Eine oft unterschätzte, aber kritische Komponente in diesem Ökosystem sind die Stellfüße. Als direkte Verbindung zwischen der Maschine und dem Hallenboden sind sie extremen Belastungen, Feuchtigkeit und Reinigungsmitteln ausgesetzt. Die European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) hat klare Richtlinien definiert, um sicherzustellen, dass diese Bauteile den höchsten hygienischen Standards entsprechen. In diesem Artikel analysieren wir die technischen Anforderungen, die Materialwahl und die konstruktiven Details, die einen zertifizierten hygienischen Stellfuß von einer Standard-Industrielösung unterscheiden. In Produktionsumgebungen, in denen offene Lebensmittel verarbeitet werden, ist das Risiko einer Kreuzkontamination allgegenwärtig. Herkömmliche Komponenten im Maschinenbau verfügen oft over offene Gewinde, scharfe Kanten oder poröse Oberflächen. In diesen “Toträumen” können sich Produktreste ansammeln, die als Nährboden für Bakterien dienen. Ein EHEDG-konformer Stellfuß eliminiert diese Risiken durch ein spezielles Design, das eine einfache, schnelle und rückstandslose Reinigung (Clean-in-Place / CIP) ermöglicht. Dies reduziert nicht nur das Ausfallrisiko, sondern senkt auch signifikant den Wasser- und Reinigungsmittelverbrauch. Die EHEDG-Richtlinien (insbesondere Dokument 8 und 13) legen fest, wie Komponenten im Anlagenbau gestaltet sein müssen. Für Stellfüße lassen sich diese Anforderungen in vier Hauptkategorien unterteilen: Edelstahl ist das Material der Wahl. In der Lebensmittelindustrie wird in der Regel Edelstahl 1.4301 (AISI 304) oder für hochaggressive Umgebungen 1.4404 (AISI 316L) verwendet. Oberflächenrauheit: Die EHEDG schreibt vor, dass produktberührte oder reinigungsrelevante Oberflächen eine Rauheit von Ra < 0,8 µm aufweisen müssen. Eine glatte Oberfläche verhindert, dass Mikroorganismen mechanisch anhaften können. Korrosionsbeständigkeit: Die Materialien müssen resistent gegen aggressive Reinigungschemikalien und Desinfektionsmittel sein. Ein Totraum ist jeder Bereich, der bei der Standardreinigung nicht erreicht wird. Bei industriellen Stellfüßen betrifft dies vor allem das Gewinde. Verdeckte Gewinde: EHEDG-konforme Stellfüße nutzen Hülsen oder spezielle Dichtungssysteme, um das Gewinde komplett abzudecken. Ein offenes Gewinde ist in der Lebensmittelzone ein absolutes Ausschlusskriterium. Radien: Alle Innenecken müssen einen Mindestradius von 3 mm aufweisen. Scharfe 90-Grad-Winkel sind untersagt, da sich dort Schmutz festsetzt. Dichtungen spielen eine zentrale Rolle beim Schutz des Bauteilinneren. Werkstoffe: Es dürfen nur zertifizierte Elastomere verwendet werden (z. B. EPDM, NBR oder Silikon), die konform mit FDA- und EU-Verordnungen (EG 1935/2004) sind. Hygienische Abdichtung: Die Dichtung muss so konstruiert sein, dass sie einen definierten Druck ausübt und bündig mit der Metalloberfläche abschließt (Spaltfreiheit). Flüssigkeiten müssen jederzeit ungehindert abfließen können. Horizontale Flächen sind zu vermeiden; stattdessen werden Schrägen mit einem Winkel von mindestens 3 Grad (besser mehr) eingesetzt. Die folgende Tabelle verdeutlicht die technischen Unterschiede, die für Einkäufer und Ingenieure im Anlagenbau entscheidend sind: Bei der Auswahl von Stellfüßen für schwere Maschinen im Bereich der Getränkeabfüllung oder Molkereitechnik müssen zudem die statischen und dynamischen Lasten berücksichtigt werden. Ein kritischer Punkt ist die Schnittstelle zum Boden. Ein hochwertiger industrieller Stellfuß besitzt eine anvulkanisierte Gummischicht an der Basis. Diese erfüllt zwei Zwecke: Hygiene: Sie dichtet den Raum unter dem Fuß ab, sodass keine Feuchtigkeit unter die Basis dringen kann. Vibration: Sie dämpft Schwingungen der Maschine, was die Lebensdauer der gesamten Anlage verlängert. In vielen Fabrikhallen ist der Boden zur Entwässerung leicht geneigt. Professionelle Stellfüße verfügen über ein Kugelgelenk, das Bodenunebenheiten und Neigungen von bis zu 10 Grad ausgleicht, ohne die hygienische Integrität des Systems (die Abdichtung des Gelenks) zu gefährden. Als spezialisierter Hersteller und Lieferant versteht die NHK Group , dass Stellfüße mehr є als nur einfache Stützen. Sie sind ein integraler Bestandteil des Risikomanagements in der Produktion. Unsere langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der deutschen Lebensmittel- und Pharmaindustrie ermöglicht es uns, Komponenten anzubieten, die nicht nur die EHEDG-Normen erfüllen, sondern auch unter extremen industriellen Bedingungen langlebig sind. Unsere Kompetenzen umfassen: Zertifizierte Materialien: Vollständige Rückverfolgbarkeit der Edelstahl-Chargen. Engineering-Support: Unterstützung bei der Integration von Komponenten in komplexe Maschinenlayouts. B2B-Logistik: Zuverlässige Lieferung für den Großmaschinenbau in ganz Europa. In den meisten Bereichen der Lebensmittelverarbeitung ist Edelstahl 1.4301 (304) ausreichend. Wenn jedoch mit hohen Salzkonzentrationen (z. B. in der Fischverarbeitung) oder extrem aggressiven Säuren gearbeitet wird, empfehlen wir Stellfüße aus Edelstahl 1.4404 (316L). Die Anschaffungskosten sind höher als bei Standardkomponenten. Jedoch amortisieren sich diese Kosten schnell durch reduzierte Reinigungszeiten, geringeren Wasserverbrauch und die Vermeidung von teuren Chargen-Rückrufen aufgrund von Kontaminationen. Das hängt von der Intensität der Reinigung und den verwendeten Chemikalien ab. Bei hochwertigen Modellen der NHK Group sind die Dichtungen für eine lange Lebensdauer ausgelegt, sollten aber im Rahmen der jährlichen Anlagenwartung visuell geprüft werden. Ja, unsere industriellen Stellfüße sind für hohe Traglasten von mehreren Tonnen pro Fuß ausgelegt. Die genauen Lastwerte finden Sie in den technischen Datenblättern auf unserer Website. IP67 bezieht sich auf den Schutz gegen das Eindringen von Wasser und Staub (wichtig für die Elektrik). EHEDG geht weit darüber hinaus і betrachtet die mikrobiologische Reinigbarkeit der Oberfläche und Konstruktion. Die Wahl der richtigen Stellfüße ist eine Entscheidung für die Produktsicherheit. Durch die Einhaltung der EHEDG-Richtlinien stellen Unternehmen sicher, dass ihre Anlagen den höchsten internationalen Standards entsprechen. Bei stellfuss.eu bieten wir Ihnen die technologische Expertise und die passenden Komponenten, um Ihre Produktion effizient, sicher und hygienisch zu gestalten. Für technische Anfragen oder individuelle Sonderlösungen steht Ihnen unser Expertenteam jederzeit zur Verfügung. Gestalten Sie Ihre industrielle Sicherheit gemeinsam mit der NHK Group.Warum Stellfüße im Hygienic Design für die Industrie essenziell sind
Die Kernanforderungen der EHEDG an Stellfüße
1. Materialwahl und Oberflächenbeschaffenheit
2. Vermeidung von Toträumen (Dead Spaces)
3. Dichtungstechnologie
4. Selbstentleerende Oberflächen
Vergleich: Standard-Industriefuß vs. EHEDG-Stellfuß
Merkmal
Standard-Industriefuß
Hygienischer EHEDG-Stellfuß
Gewinde
Offen, exponiert
Komplett abgedeckt/geschützt
Oberfläche
Ra > 1,6 µm (oft rau)
Ra < 0,8 µm (hochglanzpoliert)
Dichtungen
Keine oder einfache O-Ringe
Integrierte, spaltfreie Profildichtungen
Material
Verzinkter Stahl / Kunststoff
Edelstahl AISI 304/316L
Bodenkontakt
Oft lose aufliegend
Abdichtung zum Boden durch Elastomere
Reinigung
Manuelle Intensivreinigung
Optimiert für CIP und Hochdruck
Konstruktive Details: Worauf Ingenieure achten müssen
Bodenabdichtung und Lastverteilung
Neigungsausgleich
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Reicht Edelstahl 304 für alle Anwendungen aus?
2. Sind EHEDG-zertifizierte Stellfüße teurer?
3. Wie oft müssen die Dichtungen an den Stellfüßen gewechselt werden?
4. Können diese Stellfüße auch bei extrem schweren Maschinen eingesetzt werden?
5. Was ist der Unterschied zwischen IP67 und EHEDG?


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